Der langgezogene Rücken hoch über Liezen, über den sich der Weg zum Salberg-Gipfel schlängelt, ist noch immer ein echter Geheimtipp. Der unmarkierte Pfad führt mit stetiger Traumaussicht durch stille Wälder und sonnige Lichtungen - ein Aufstieg, bei dem andere Wanderer eine Seltenheit sind. Oben angekommen belohnt eine atemberaubende Aussicht auf das Tote Gebirge, die Haller Mauern und das Gesäuse.
Vom Pendlerparkplatz an der Pyhrnpass Straße folgten wir zunächst der Straße für wenige Meter nordwärts und zweigten bei der ersten Gelegenheit nach rechts ab. Wir überquerten eine kleine Brücke und wollten daraufhin eigentlich den Kalvarienbergweg nehmen, der jedoch derzeit gesperrt ist. Alternativ ging es für uns nach links entlang des Pyhrnbach Ufers entlang. Zunächst legten keine nennenswerten Anstiege zurück, erst nach wenigen Metern führte uns ein steiler Aufschwung zum Salbergweg, einer Asphaltstraße, der wir nun nach rechts folgten.
Wir durchquerten eine Wohnsiedlung, stiegen ein Stück über eine Wiese auf und folgten schließlich der Straße bis zu ihrem Ende, wo sie beim Nicolaus Dumba Bildstock in eine Forststraße überging. Deren moderat ansteigender Verlauf führte uns durch den Wald und entlang einer großen Wiese, bis ein unauffälliger, aber gut ausgetretener, Pfad nach links abzweigt. Während sich hinter uns ein wundervolles Panorama über das Ennstal ausbreitete, legten wir die Höhenmeter nun steiler zurück, erreichten den Waldrand und stiegen nun durch einen dichten Wald weiter auf. Was nun folgt ist ein Waldaufstieg von etwas über einer Stunde. Man quert mehrmals die Forststraße, wandert direkt am Bergkamm entlang und passiert den einen oder anderen schönen Aussichtspunkt. Besonders im oberen Bereich ist die Tour wunderschön zu gehen, da sich der Pfad inmitten üppiger Heidelbeersträucher dahinschlängelt, während die Bäume ab und an Ausblicke ins Tote Gebirge freigeben.
Wir waren etwa 1 Stunde und 50 Minuten unterwegs bis wir den Waldgipfel des Salbergs mit dem hölzernen Gipfelkreuz erreicht hatten. Gegenüber zur Aufstiegsroute führen gut erkennbare Steigspuren aus dem Wald und zu einem wundervollen Aussichtspunkt - wer auf den Salberg wandert, darf sich diese Aussicht keinesfalls entgehen lassen! Vom Toten Gebirge über die Haller Mauern bis ins Gesäuse erstreckt sich ein traumhaftes Panorama!
Nachdem wir dieses ausgiebig genossen hatten, machten wir uns an den Abstieg entlang der Aufstiegsroute - mit einer kleinen Ausnahme. Nach etwa 200 Höhenmetern Abstieg nahmen wir für eine Kehre die Forststraße, von welcher man eine wunderschöne Aussicht auf den Warscheneckstock hat. Nach dieser Kehre erreichten wir wieder die Aufstiegsroute und folgten dieser bis zurück zum Ausgangspunkt.
Daten und Fakten zur Tour:
Zu Kartenansicht und Höhenprofil
© OpenStreetMap
*bei den Zeiten handelt es sich um meine individuellen Zeiten, keine offiziellen Angaben über Wanderschilder o.ä.
Anreise und Parken: Bei dem Pendlerparkplatz findet man wochenends normalerweise problemlos eine Parkmöglichkeit, unter der Woche wird es hier eher schwierig. Am Wochenende ist der Parkplatz gebührenfrei.