Spitzmauerplan, Blosskogel, Prielschutzhaus

Die Wanderung ist wunderschön und hochalpin - begonnen im Stodertal geht es über das Prielschutzhaus in die hochgebirge Landschaft zwischen Großem Priel und Spitzmauer. Ich liebe diese karge Landschaft im Toten Gebirge! Im Zuge der Übernachtung am Prielschutzhaus stand eine abendliche Wanderung auf den Blosskogel am Programm.

Spitzmauerplan - nach dem Aufstieg über das Prielschutzhaus und den Blosskogel am Weg zur Spitzmauer

Vom Parkplatz aus ging es zu Beginn über eine Forststraße vorbei an der Polsterlucke bis zum Talschluss, wo der Einstieg zu unserer Tour ist. Etwa eine halbe Stunde dauert dieser Wege. Danach geht es relativ schnell und steil bergauf Richtung Prielschutzhaus. Nach den ersten 200 Höhenmeter passieren wir den Klinserfall, der eine erste willkommene Abkühlung bietet. Als nächstes geht es vorbei am Großen Ofen, weiter vorbei am Gott-sei-Dank Bankerl und zur Märchenwiese. Diese ersten etwa 600 Höhenmeter verlaufen auf einem teils felsigen Waldpfad, mit einigen Seilversicherungen (die aber nicht besonders schwierig sind). Ab der Märchenwiese geht es die letzten 200 Höhenmeter bis zum Prielschutzhaus über einen einfachen Waldpfad unterhalb der Materialseilbahn. Nach insgesamt 2 Stunden Gehzeit waren wir dann am Prielschutzhaus angekommen, wo wir auch über Nacht blieben.

Nach einem wohlverdienten Abendessen ging es in abendlicher Stimmung auf den Blosskogel, der etwa 10-15 Minuten und 130 Höhenmeter vom Prielschutzhaus entfernt liegt. Von hier aus bietet sich ein wunderschöner Blick auf das umliegende Tote Gebirge, Richtung Warscheneck und sogar hinein in die Haller Mauern. Retour zum Prielschutzhaus geht es dann wieder auf dem Aufstiegsweg.

Am nächsten Tag stand dann die Besteigung der Spitzmauer am Programm. Vom Prielschutzhaus ist der Normalweg mit 4 Stunden angeschrieben, was auch relativ realistisch ist. Über einen Latschenweg geht es zunächst zur Klinser Schlucht und hindurch zur Klinser Scharte, vorbei an dem Gedenkkreuz für den Absturz der JU52 im Jahr 1942. Nach eineinhalb Stunden war die Scharte erreicht und somit auch die Stelle, an der sich der Weg zwischen Klettersteigroute und Normalweg gabelt. Unser Weg führt weiter geradeaus. Nach der Querung eines Geröllfeldes erreichten wir eine weitere Kreuzung, wo man rechts Richtung Pühringerhütte abzweigen könnte. Für uns geht es weiter geradeaus. Hier beginnt nun für mich der reizvollste Teil der Tour: Durch hochalpines Gelände geht es über Felsen, Geröllfelder und über Schneefelder. Die eindrucksvollen Felswände von Weißgrubenkopf und Temlberg türmen sich neben uns auf, unser Ziel, die Spitzmauer, ist noch nicht zu sehen. Etwa eine Stunde geht es ohne nennenswerte Anstiege durch diese wunderschöne Landschaft, bis unser Weg sich nach links zu drehen und stark anzusteigen beginnt. Hier ist Vorsicht geboten, da der Untergrund teils sehr locker und lose ist. Trittsicherheit ist Voraussetzung! Der nächste Stopp war dann der Meisenbergsattel, von dem aus sich erstmals der Blick auf die Spitzmauer bot, die inzwischen schon in relativ greifbare Nähe gerückt war. 

Nach dem Meisenbergsattel waren einige Kraxelpassagen zu überwinden, die teils ziemlich anspruchsvoll (da nicht gesichert) waren. Nach insgesamt circa 3 Stunden Gehzeit hatten wir den Spitzmauerplan erreicht, den Sattel, wo Normalweg und Klettersteig wieder zusammenlaufen. Vom Spitzmauergipfel trennten uns noch etwa 200 Höhenmeter und eine halbe Stunde. Aus gesundheitlichen Gründen mussten wir allerdings hier abbrechen und wieder zurück ins Tal wandern. 

Der Abstieg erfolgt auf der Aufstiegsroute.

 

Daten und Fakten zur Tour:

  • 09.-10.07.2021

  • Dauer Aufstieg: 5,5 Stunden 
  • Dauer Abstieg: 5 Stunden
  • Höhenmeter aufwärts: 1.933

  • Höhenmeter abwärts: 1.933
  • Strecke: 22,70 km
  • Schwierigkeit: SCHWER
  • Ausgangs- und Endpunkt: Parkplatz Polsterlucke
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