Zwillingskogel

Eine bei teils tief verschneiten Verhältnissen anstrengende Tour, die neben einem wunderschönen Aufstiegsweg mit einem traumhaften Gipfelausblick aufwartet. Der Zwillingskogel ist ein sehr markanter Berg im Almtal, den ich schon lange auf meiner Liste hatte, und nun endlich mal bestiegen habe!

Vom Bahnhof aus ist das Ziel bereits gut zu sehen. Wenige Meter geht es entlang der Gleise auf den Berg zu, am Bahnhofsgebäude vorbei. Gleich von Anfang an ist zu erkennen, dass die Beschilderungen ausreichend vorhanden sind, die vom Bahnhof aus zum Einstieg leiten. Kurz noch entlang der Gleise zweigt der Weg schließlich linkerhand ab und mündet in eine Forststraße, auf die wir links einbiegen. Auf dieser Forststraße geht es dann eine Weile lang weiter, bis sie in einen Waldweg mündet (kann durch die gute Beschilderung nicht verfehlt werden). Über den Waldweg geht es zu Beginn eher gemütlich und schließlich steiler aufwärts. Wieder einmal queren wir die Forststraße, münden aber gleich wieder in den Wald. Dieser Wegabschnitt ist sehr idyllisch angelegt und es bietet sich teils wunderschöner Blick über das Almtal und Teile des Toten Gebirges. Das absolvierte erste Drittel und die erste Hälfte sind durch Schilder gekennzeichnet. 

Bei unserem Aufstieg begann etwa 400 Höhenmeter unter dem Gipfel der tiefer werdende Schnee und es ging teilweise steil durch den Wald. Nach insgesamt 2 Stunden Gehzeit hatten wir am Ende dieses Waldabschnittes eine Felswand erreicht. Diese umgingen wir von links, wobei der Weg hier so steil war, dass eine Seilsicherung angebracht war. Oben ging es weiter durch den tief verschneiten Wald, bis wir einen Art Kamm erreichten. Von hier aus bot sich der erste weitreichende Blick über das nebelverhangene Alpenvorland. Danach erwartete uns die Schlüsselstelle der Tour, zumindest bei rutschigen und eingeschneiten Verhältnissen. Über einen schmalen felsigen Weg mit Seilversicherung und steilem Abrund auf der linken Seite ging es einige Meter, und anschließend kam ein sehr steiler Aufstieg, der bei Tiefschnee etwa 10-15 Minuten dauerte. Vorbei an einem Funkmasten (oder ähnliches) ging es weiter und schließlich hatten wir den letzten Abschnitt zum Gipfel erreicht, laut Schild waren es noch 10 Minuten. Über einen schönen Kamm ging es auf das Gipfelkreuz zu, zwei kleine felsige Kraxelpassagen trennten uns noch vom Ziel. Schließlich, nach 2,5 Stunden Gehzeit hatten wir den Gipfel erreicht und wurden durch den traumhaften Ausblick belohnt - Nebel über dem Flachland, der Traunstein, das Tote Gebirge und die Berge des Almtales, bishin zum Sengsengebirge und den Haller Mauern. Schlichtweg ein Traum!

Retour ging es auf dem Aufstiegsweg.

Daten und Fakten zur Tour:

  • 01.02.2021

  • Dauer Aufstieg: Circa 2 Stunden und 30 Minuten
  • Dauer Abstieg: Circa 2 Stunden
  • Höhenmeter aufwärts: 929
  • Höhenmeter abwärts: 929
  • Strecke: 8,70 km
  • Schwierigkeit: MITTEL

 

Zu Kartenansicht und Höhenprofil

 © OpenStreetMap