Kleinmölbing

Über Hochtor, Kirchfeld und Hochmölbinghütte

Ein weitläufiges Wiesenplateau mit vereinzelten kleinen Teichen, in denen sich die Gipfel der umliegenden 2.000er spiegeln. Eine urige Almhütte in einsamer Lage, umgeben von Lärchenwäldern und nichts als Ruhe. Ausblicke, die über die Tauern bis ins Tote Gebirge reichen. Weiden, auf denen entspanntes Treiben herrscht, über die das stetige Läuten von Kuhglocken hallt. Schroffe Felswände, die sich an sanfte Almwiesen schmiegen. All das sind Eindrücke, die man während dieser wunderschönen Tour durch das Tote Gebirge sammeln kann - hier, wo Almidylle auf weite Wälder und karge Berggipfel trifft.

Kleinmölbing, Hochmölbinghütte, Kirchfeld, Hochtor, Liezener Hütte, Schönmoos, Wörschach, Wandern, Steiermark, Oberösterreich

Vom Parkplatz aus ging es die ersten Minuten entlang der Forststraße, den Markierungen Richtung Hochmölbinghütte folgend. Gleich darauf zweigt ein Waldweg linkerhand ab, der eher mäßig steil aufwärts verläuft. Immer wieder bieten sich schon während des Aufstieges durch den Wald herrliche Ausblicke ins Tal, bis hinein in die Berge des Nationalparks Gesäuse.

Nach etwa einer halben Stunde verließen wir den Waldpfad wieder und wanderten weiter auf der Forststraße, die wir an einigen Stellen über kleine Pfade abkürzen konnten. Schließlich erreichten wir die Ausläufer der idyllisch gelegenen Langpoltenalm. Gleich nachdem wir an den ersten Hütten vorbei gegangen waren, zweigte rechterhand ein markierter Pfad von der Forststraße ab, der Richtung Liezener Hütte führt. Die ersten Minute führte uns der Pfad bergab zu einem kleinen Bachlauf, den wir querten, bevor es wieder bergauf ging. Der Weg war zu Beginn nicht allzu steil und führte durch einen relativ dichten Nadelwald - als sich der Wald zu lichten begann und einigen verfärbten Lärchen und Latschen wich, begann der Pfad steiler und felsiger zu werden. Nach circa 250 Höhenmetern erreichten wir das "Hochtor", eine Lichtung mit Bankerl, ab welcher der Weg abflachte. Auf dem Plateau führte der Weg nun wunderschön verlaufend zwischen Lärchen und Latschen hindurch Richtung Liezener Hütte, Hochmölbinghütte und Hochmölbing. Der Weg war hier eher flach und führte nur in sanftem Auf und Ab vorwärts, nennenswerte Höhenmeter legten wir nicht zurück.

Schließlich erreichten wir eine Abzweigung - geradeaus führt der Weg zur Liezener Hütte und Hochmölbinghütte, rechts auf den Hochmölbing und zur Brunnalm. Für uns ging es geradeaus und durch die unverändert traumhafte Landschaft bis zur Liezener Hütte. Hier, bei der schön gelegenen Selbstversorgerhütte bieten sich mehrere Möglichkeiten - man könnte gleich Richtung Hochmölbinghütte wandern, den Aufstieg zum Liezener Raidling in Angriff nehmen, oder vorbei an einem Bankerl und einer Gedenktafel weglos Richtung Kirchfeld aufsteigen. Wir wählten letzte Variante und stiegen über einen Aufschwung von gut 75 Höhenmetern auf. Das Gelände ist weder allzu steil noch technisch schwierig, allerdings teilweise stark von Latschen verwachsen. Daher empfiehlt es sich, sich am Weidezaun zu halten und entlang von diesem zu gehen. Schließlich flacht der Weg wieder ab und führt auf ein weitläufiges Plateau, das Kirchfeld. Wenige gemächlich grasende Kühe schenkten uns keine Beachtung, als wir an ihnen vorbeiwanderten. Die größte Herausforderung ist, den Weg zwischen den vielen kleinen Tümpeln und Pfützen zu finden, rundum die der Untergrund ziemlich morastig ist - Vorsicht, um hier nicht einzusinken. 

Nach wie vor ist es ein guter Tipp, sich zwischen den Latschen hindurch am Weidezaun zu orientieren - dieser würde nach etwa 20 Minuten in den markierten Wanderweg münden, der in weiterer Folge bis zum Kleinmölbing führt. Als wir diesen erreicht hatten, lag das Kirchfeld hinter uns. Vor uns lag ein langgezogener Bergrücken, über den sich ein schottriger Pfad steiler werdend nach oben zieht. Je höher wir kamen, desto spektakulärer wurde die Aussicht, insbesondere auf die Spitzmauer und das schroffe umliegende Tote Gebirge. Nach etwa 3 Stunden Gehzeit hatten wir schließlich den Gipfel des Kleinmölbings erreicht. Weiter Richtung Nordosten erstreckt sich der Hochmölbinggrat, der über Kreuzspitze, Kaminspitz und Schrocken bis zur Elmscharte führt und mit dem Pyrhner Kampl sein Ende findet.

Talwärts ging es nun über den Pfad, auf dem wir aufgestiegen waren. Diesmal zweigten wir aber nicht wieder nach links ab, um weglos Richtung Liezener Hütte zu wandern, sondern wanderten stattdessen geradeaus Richtung Hochmölbinghütte. Diese hatten wir nach circa 55 Minuten erreicht, und damit auch das Ziel des Tages. Leckeres Essen, ein gemütlicher Hüttenabend und eine Übernachtung standen nun am Programm, bevor wir uns am nächsten Tag nach dem Frühstück an den Abstieg über den sogenannten Grazer Steig machten - dafür ging es zunächst circa 50 Höhenmeter aufwärts bis zum Gott-sei-Dank Bankerl, danach über den felsigen, aber nicht allzu steilen Steig abwärts. Nach etwa 30 Minuten Gehzeit hatten wir dann die oberen Ausläufer der Langpoltenalm erreicht. Auf der Forststraße und einem kurzen Wiesen-Abschneider ging es nun abwärts, bis sich der Kreis zu unserem gestrigen Aufstieg schloss. Erst unterhalb der Alm wählten wir eine andere Abstiegsroute - im Wald nach der Alm gabelt sich der Weg, der rechte und direkter verlaufende Pfad durch den Wald ist zum einen angenehmer zu gehen, zum anderen schneller. Auf der Wiese knapp vor dem Parkplatz liefen die beiden Wege dann wieder zusammen.  

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Daten und Fakten zur Tour:

  • 11.-12.07.2026
  • Dauer: 5 Stunden 30 Minuten*
  • Höhenmeter aufwärts: 1.121
  • Höhenmeter abwärts: 1.121
  • Strecke: 16,90 km
  • Schwierigkeit: MITTEL
  • Ausgangs- und Endpunkt: Parkplatz Schönmoos (Infos zur Anreise am Seitenende)
  • Einkehrmöglichkeit: Hochmölbinghütte

 Zu Kartenansicht und Höhenprofil

 © OpenStreetMap

*bei den Zeiten handelt es sich um meine individuellen Zeiten, keine offiziellen Angaben über Wanderschilder o.ä.

 

Download
Hier könnt ihr euch die GPX Daten der Tour herunterladen:
Kleinmoelbing.gpx
XML Dokument 79.9 KB

Anreise und Parken: Großer Schotterparkplatz mit ausreichend kostenfreien Parkflächen.

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